Von Industrie 4.0 zu Galvanik 4.1

Cyber-physische Produktionssysteme für die Galvanoprozesskette

Von M. Sc. Alexander Leiden, Dr.-Ing. Sebastian Thiede und Prof. Dr.-Ing. Christoph Herrmann, TU Braunschweig, Institut für Werkzeugmaschinen und Fertigungstechnik, Professur Nachhaltige Produktion und Life Cycle Engineering

Transparente Prozesse erleichtern die Arbeit

Durch die Einführung eines neuen modularen und modernen ERP-Systems konnten die Arbeitsabläufe bei einem Metallveredler deutlich vereinfacht und optimiert werden. Auf Knopfdruck lassen sich nun Bestände anzeigen und Bestellungen auslesen.

Alle Materialien im Blick

Die REACh-Verordnung der Europäischen Union fordert von Unternehmen zahlreiche Daten zur Überwachung von gefährlichen Chemikalien. Moderne ERP-Systeme verarbeiten diese Daten, sodass Unternehmen immer den Überblick gewinnen und effizienter mit ihren Ressourcen umgehen können.

Reklamationsmanagement und Fehleranalyse in OMNITEC V14

In der neuesten Version ihres branchenführenden ERP-Systems, OMNITEC V14, liefert die Karlsruher Softec AG neue Features im Bereich des Reklamationsmanagements und der Fehleranalyse. Die speziell für Oberflächenveredler entwickelte Software verfügt jetzt über automatisierte Reklamationskostenberechnung und ein Infocenter zur Maßnahmenverfolgung.

Von Industrie 4.0 zu Galvanik 4.1

Potenzial und praktische Umsetzung des Konzepts der „Industrie 4.0“ in der Galvanotechnik

Im Rahmen eines ZIM-geförderten Projekts wurde ein Konzept zur Einführung und Weiterentwicklung von Prozessdaten erarbeitet, das einer branchenspezifischen Lösung zu den Ansätzen aus Industrie 4.0 für den Bereich der Galvanotechnik entspricht. Hierbei wird der Umstand genutzt, dass ERP-Systeme und moderne Anlagensteuerungen verstärkt Prozessdaten erfassen. In Zusammenarbeit mit einem Industriepartner entstand daraus für die galvanische Abscheidung von Zink-Nickel ein fortschrittliches System zur Fertigungsqualifizierung.

Energie sparen mit ERP-Systemen

Oberflächenveredelung ist eine der energieintensivsten Branchen Deutschlands. Unternehmen der Branche sind deshalb seit Jahren daran interessiert, ihren Energieverbrauch zu senken. Hinzu kommen Gesetze und internationale Normen, die Energieeinsparungen fordern. Allerdings stellt sich die Frage, wie Unternehmen darüber entscheiden, welche Maßnahmen sich am besten zur Einsparung von Energie eignen.

Basiswissen Industrie 4.0 und ERP-Systeme

Industrie 4.0

Der Begriff Industrie 4.0 beschreibt die fortschreitende Vernetzung von Personen und Maschinen über das Internet. Aus der Geschichte sind bereits mehrere industrielle Revolutionen bekannt, die tiefgreifende Veränderungen der Arbeitswelt nach sich zogen: Die Mechanisierung mit der Dampfmaschine, Massenproduktion durch Fließbandarbeit und die Verwendung von Mikroelektronik zur Automatisierung von Produktionsprozessen. Genau das wird auch von der Vernetzung und Digitalisierung erwartet – sozusagen die vierte Industrielle Revolution. Die Bundesregierung hat dem Ganzen einen modernen Namen gegeben: Industrie 4.0. 

Projekterfolg beginnt im Unternehmen

Die Einführung einer neuen ERP-Lösung ist für Oberflächenveredler ein großer Schritt. Schon die Wahl des geeigneten Softwarepartners stellt Unternehmen vor Herausforderungen, wie das Beispiel eines Oberflächenveredlers zeigt.

Behältergenauer Materialfluss

Die Erweiterung eines ERP-Systems speziell für Oberflächenveredler erlaubt ein präzises Tracking von einzelnen Behältern im Beschichtungsprozess. So ist eine schnellere und eindeutige Identifikation des Verbunds aus Ware, Ladungsträger und Packmittel möglich.

Kein Platz für Kompromisse: Digitalisierter Auftragsdurchlauf in der Oberflächentechnik

An Industrie 4.0 kommt heute keine Branche vorbei, das gilt auch für die Oberflächentechnik. Für die Branche entstehen mit der Digitalisierung viele Optimierungspotenziale, die den gesamten Fertigungsprozess effizienter gestalten. Eine Besonderheit der heutigen Möglichkeiten ist vor allem, wie einzelne Teile und Prozesse kombiniert werden können. Dabei ist wichtig, dass diese nicht unbedingt neu sein müssen ‒das Zusammenspiel bietet den Mehrwert. Dadurch wird es möglich einen komplett digitalisierten Auftragsdurchlauf zu realisieren, der bedeutende Vorteile mitbringt: Die Produktivität wird gesteigert, Ressourcen effizienter genutzt und Termine können besser eingehalten werden.